|
PETRA
VAN CRONENBURG: DAS BUCH DER ROSE
5000
Jahre Kunst und Kultur durch die Blume betrachtet
Eine
rosenverliebte Autorin - wie hat alles angefangen?
 |
Hardcover,
Schutzumschlag, 12,5 x 20,5 cm
ca. 240 Seiten
mit 48 farbigen Abbildungen
ISBN:
978-3-86601-114-4
Preis:
ca. 19,80
Parthas Verlag,
Berlin - erscheint März 2008 |
In
meinem Buch erzähle ich die Vorgeschichte, wie meine Liebe zu historischen Rosen anfing:
im verwilderten Gelände einer Schlossruine, auf dem ich Rosen"archäologie"
betrieb und den alten Rosengarten rekonstruierte. Damals zog ich aus einem Steckling meine
erste Rose, die wahrhaft Geschichten erzählte - eine Dorothy Perkins
(Foto im Buch). Nicht, dass man diese Sorte der vorletzten Jahrhundertwende nicht mehr
kaufen könnte. Ich hatte sogar eine am Zaun stehen, die ich jedes Jahr für ihre extreme
Mehltauanfälligkeit verfluchte (und sie ist dann Erdarbeiten zum Opfer gefallen). Aber
diese eine Dorothy Perkins, selbst von einem Steckling aus der
Schlosswildnis gezogen, ist nachweislich Nachkomme einer Pflanze, die eine immens reiche
Familie kurz nach 1900 aus den USA hatte kommen lassen. Deren Geschichte wäre wieder ein
anderes Buch...
Fortan
blätterte und las ich in Rosenenzyklopädien und kaufte Rosen nicht mehr wie normale
Leute ein. Ihr Name musste mir eine besondere Geschichte erzählen, alt sollten sie sein,
duften sollten sie - und ganz besonders aussehen. Natürlich mache ich auch vor modernen
Rosen nicht Halt - wenn sie "alt" wirken. Meine Lieblingsrose ist derzeit die Pierre
de Ronsard (hier im Titel) und ich liebe Delbards Malerrosen
und Austins Englische Rosen. Aus der Zeit ihrer Züchtung habe
ich noch eine Queen Elizabeth, die im Elsass zwar zu den
beliebtesten Rosen gehört, aber kaum wie die meine eine stolze Höhe von über zwei
Metern erreicht.
Aber
wie hat es wirklich angefangen? Kürzlich habe ich mal wieder ein Schloss besucht, durch
das uns früher unsere Lehrer der Bildung wegen geschleift haben. Und im Shop der
Schlösserverwaltung gingen mir schier die Augen über: Rosen, Rosen, Rosen. Eine
Postkarte zeigte mir dann des Rätsels Lösung. Ein Gemälde, von dem mir jeder einzelne
Pinselstrich in Erinnerung geblieben ist. Ein Bild, das ich als Kind andächtig bestaunte
und das mir zusammen mit den Interieurs der dazugehörigen Schlösser Lust machte auf
wertvolle und edle Stoffe, Spiegel, buntes böhmisches Glas, Blumen - und vor allem Rosen.
Um genauer zu sein: Zentifolien. Um 1690 hatte es ein
unbekannter Maler im Stil der damaligen Blumenstilleben gemalt. Ich verließ den Laden
dann mit Rosen von Limoges. Schließlich braucht man auch im Winter etwas fürs Auge.
Irgendwann
musste ich mit meiner "Rosomanie" auch nach außen. In meinem zweiten Roman Lavendelblues muss
die Protagonistin eine in der Krise steckende Rosenboutique retten. Auf der dazugehörigen
Website konnte ich sogar ein paar Rosen-Gegenstände aus meiner Fiktion fotografieren...
Ich
bastelte außerdem eine Website, die so nicht mehr existiert. Einige alte Texte habe ich
hierher gerettet, obwohl sie aufgrund meiner Recherchen teilweise schon veraltet sind. Aus
dieser Zeit stammen der untenstehende Text, sowie die Ausführungen zur Rosensprache und
meine Pflanztipps.

GESCHICHTE
UND SYMBOLIK DER ROSE
Seit vielen Millionen
Jahren gibt es nachweislich Rosen auf der Erde. Wir wissen heute, dass die Rose bereits in
der Antike als heilige Blume in verschiedenen Kulturen verehrt wurde. Als Beigabe fand man
sie zu Sträussen oder Kränzen gebunden in altägyptischen Gräbern, seit dem Mittelalter
wächst sie in jüdischen, christlichen und muslimischen Paradiesen. Seitdem verbreitete
sich die edle Blume in unzähligen Variationen und Neuzüchtungen in fast allen
gemässigten Klimazonen und gilt heute als die beliebteste Gartenblume der Welt. Begehrt
sind die Blüten nicht nur in der Vase oder im Garten, sondern vor allem als Lieferanten
eines der teuersten und edelsten Düfte.
Wie kaum ein anderes
Symbol verbindet die Rose Orient und Okkzident. Sie gilt noch heute als Symbol für Liebe,
Glück, Vollkommenheit, Feminines, Schönheit und Traumerfüllung. Wegen ihrer
unterschiedlichen Farben und Formen entwickelte sich im Orient schon früh eine
Geheimsprache, bei der auch die Rose als Symbol verstanden wurde. Lady Mary Wortley
Montagu kam mit diesem System im Konstantinopel des 18. Jhdts. in Berührung und
exportierte die "Sprache der Blumen" nach Frankreich,
von wo aus sie ihren Siegeszug um die Welt antrat.
EINE
ROSENREISE UM DIE WELT
Die Rose war zu allen Zeiten aus
dem kulturellen Leben verschiedener Zivilisationen nicht weg zu denken. Die Ägypter
weihten sie bereits vor rund 5000 Jahren der Göttin Isis und um 2500 v.
u. Z. brachte König Sargon das Gewächs nach Mesopotamien. Einen
schwunghaften Handel mit Rosenwasser betrieben bereits die Phönizier,
aber auch die Griechen stellten die wertvollen Öle her
und waren Meister in der Vermehrung der Pflanzen. Symbol der Minoer auf
Kreta war eine sechsblättrige Rose. Kleopatra soll ihre Liebhaber auf
einem Bett aus frischen Rosenblütenblättern verführt haben und schließlich galt die
Blume als der Aphrodite und Venus heilig. Von den Germanen
wird berichtet, sie hätten in "Rosengärten" rituelle Feste
und Kampfspiele abgehalten, wahrscheinlich handelte es sich um durch Wildrosenhecken
geschützte Bereiche.
Wahrscheinlich waren es die Römer,
die die Rose im übrigen Europa populär machten, denn in ihrem orgiastischen Fest etwa
Anfang Mai, den sogenannten ROSALIA, spielte sie eine zentrale Rolle.
Rosenwasser soll damals aus den Brunnen geflossen sein und Rosenblüten bedeckten die
Prozessionsstrassen. Das ganze Jahr über durfte man in Rom jedoch "sub rosa",
unter einem Zweig weisser Rosen, offen sprechen, ohne verraten zu werden. Es wurde streng
geahndet, wenn jemand das "unter der Rose Gesagte" weitergab. Die frühen Christen
lehnten deshalb zunächst die "Blume des Exzesses" kategorisch ab. Mit der
spezifischen Verehrung Marias im 11. Jhdt. kehrte die Rose jedoch in einem Siegeszug
zurück in Kirchen und Sakralkunst. Maria im Rosenhag, die herrlichen Rosetten
gotischer Kathedralen und der Rosenkranz sind aus der katholischen Kirche
nicht mehr wegzudenken. Umgedeutet in ein Symbol der Reinheit und Jungfräulichkeit, der
Mutterschaft, Wiedergeburt und Fruchtbarkeit, blieb doch immer auch der ursprüngliche
Aspekt der Symbolik erhalten: Die Rose galt als sexuelles Symbol der Frau, der alten
Göttinnen, als Quelle des ewigen Lebens und der Liebe.

Während sich die Christen mit
der Rose zunächst schwer taten, galt sie den Muslimen seit jeher als
heilige Blume und wurde von ihnen gleichzeitig mit der Verbreitung des Islam
nach Indien, Nordafrika und Spanien
gebracht. Die Damaszener Rose, die beste Duftrose überhaupt, soll aus
den Schweisstropfen des Propheten entstanden sein, die zur Erde tropften, als er sich auf
der Flucht ins Paradies befand. Vor allem die Sufis verehrten die Rose
als Symbol in Literatur und Dichtung, sie fand einen wichtigen Platz in der erotischen
Dichtung des mittelalterlichen Orients. Unter jenem Einfluß dürfte auch der
mittelalterliche Text des "Roman de la Rose" gestanden haben,
den Umberto Eco Jahrhunderte später als Zitat im Roman benutzte.
Die Rose setzte sich als
Gartenpflanze für Jedermann in Europa allerdings erst unter Kaiserin Joséphine
(1763-1814) richtig durch. Die Gattin Napoleons liebte Rosen leidenschaftlich, ließ
seltene Exemplare aus Bengalen und China importieren und
sammelte die berühmtesten Züchter und Botaniker um sich, um in ihrem Garten Malmaison
die Rosen zu züchten, auf die viele der heutigen Arten zurück gehen. Dank ihr gibt es
frostfeste Rosen aus chinesischen Kreuzungen. Das jüngste Rosenzuchtland heute ist
Neuseeland. |

ROSENBÜCHER
Damals hatte ich
Rosenbücher empfohlen, die es teilweise heute noch gibt - und ein paar Tipps eingestreut.
Vorsicht - diese Bücher können inzwischen vergriffen sein, sind aber meist antiquarisch
zu finden.

|
Robert Markley : Rosen. Der
Praxis- Ratgeber.
Dieses Buch
ist ein Standardwerk und sollte eigentlich bei keinem Anfänger in der Bibliothek fehlen.
Auch blutige Laien lernen hier die wichtigsten Kenntnisse für Rosenpflege und Zucht.
Überdies beschreibt Markley die berühmtesten 150 Rosen, die auch Fortgeschrittene
interessieren können!
|
Topf-
und Miniaturrosen Inzwischen gibt es Kleinstrosen, die
speziell fürs Zimmer angeboten werden. Auch wenn die neueren Sorten länger halten als
früher, sind diese Sorten doch extrem empfindlich und krankheitsanfällig. Man kann ihr
Leben verlängern, wenn man sie in einen Kübel auf Terasse oder Balkon auspflanzt, so
lange leben wie die "Grossen" werden sie jedoch nie. Dafür haben sich die
Kübel entwickelt und sind so groß geworden, dass man auch "richtige" Rosen
lebenslang darin ziehen kann!
|
Robert Markley: Die BLV
Rosenenzyklopädie
In
bewährter BLV-Qualität ein unverzichtbares Buch für Rosenfans und Leute, die sich an
Rosenfotos berauschen wollen. Über Pflanzung, Pflege, Sorten und Geschichte wird
verständlich und nicht zu langatmig das Wichtigste gelehrt. Das Buch konzentriert sich
eher auf moderne Sorten.
|
| Rosennamen Wer hat sich nicht schon gewundert,
woher all die Rosennamen kommen, die jedes Jahr vergeben werden? Rosennamen kann man
kaufen - über eine spezielle Agentur oder beim Züchter direkt. Sie werden noch
unbekannten Rosen gegeben, die demnächst auf den Markt kommen. Die Wartelisten sind
manchmal lang, der Spaß kostet bis zu 30 000 Euro.
|
Rosenkalender Weil die ersten manchmal schon im Sommer
von Sammlern ausverkauft sind - denken Sie rechtzeitig an Mitbringsel und wählen Sie
Rosenkalender vom kleinsten Terminplaner über Postkartenkalender bis hin zur
Postergröße.
|
Die Rose, die stank... Es gibt eine einzige Rose, die nie
gezüchtet wurde und im Gegenteil - verachtet. Die persische Wüstenrose Rosa foetida
persiana strömt nämlich keinen Duft, sondern einen äussert unangenehmen Geruch aus.
Weil sie jedoch leuchtend gelb ist, züchtete man in Frankreich aus ihr gelbe Rosen um die
letzte Jahrhundertwende. Zum Glück hat sich der "Duft" nicht vererbt!
|
David Austin: Alte Rosen und
Englische Rosen. Träume in Duft und Farbe
Der
berühmte Züchter lässt die Sinne schwelgen... in Wort und Bild lernen Rosenliebhaber
die schönsten Sorten und darüber hinaus auch historische Rosen kennen. Ein Buch für
Sammler alter Rosen oder einfach zum Wohlfühlen an trüben Tagen! Einziges Manko: Austins
neueste Züchtungen sind im Buch noch nicht berücksichtigt. Dafür gibt es jedoch
wertvolle Pflegetipps, die weniger bekannt sind. Fans werden auch sein Buch VOM ZAUBER
ENGLISCHER ROSEN mögen.
|
Namensverwirrung
Normalerweise
tragen Rosen eindeutige Namen. Wenn sie jedoch einem so wichtigen Ereignis wie dem Ende
des zweiten Weltkrieges folgen, kann es schon zu unterschiedlichen Auffassungen kommen!
Während des Krieges versendet Meilland seine duftende gelbe, rosaüberhauchte
Neuschöpfung in die USA. Zu Ehren seiner Mutter soll sie Claudia Meilland heissen. Aber
der Markt will es anders. Als die Amerikaner endlich 1945 Kontakt mit den Meillands
aufnehmen können, verlangen sie, die Rose "Victory" ( Sieg) zu nennen.
Deutschland nennt die Rose "Gloria Dei" (Ruhm Gottes), die Italiener bleiben bei
"Goia" (Freude). Meilland entscheidet den Namenskrieg zugunsten des englischen
Vorschlags und einer versöhnlicheren Philosophie: Die Rose soll fortan "Peace"
heissen! "Peace" wurde in den ersten zehn Friedensjahren etwa 30 Millionen mal
verkauft und zählt auch heute noch zu den beliebtesten Sorten der Welt.
Ihr dunkelroter
Sport mit gelben Blattunterseiten heißt übrigens Kronenbourg. Fast so wie die Autorin...
Die ganze und wahre Geschichte der
Gloria Dei gibt's in "Das Buch der Rose"!
|
John Scarman: Gärtnern mit alten
Rosen
Das
Suchtbuch für Liebhaber historischer Rosen und solchen, die es werden wollen. Wer alte
Rosen kennt, weiss, dass sie individueller in ihren Ansprüchen und nicht immer leicht in
der Pflege sind. Scarman jedoch beschreibt Pflege und Auswahl so, dass auch ein Laie und
Anfänger mit den wunderschönen Rosen zurecht kommt. Natürlich gibt es jede Menge
schöner Sorten zu entdecken, die recht unbekannt sind. Was mir besonders gefällt:
Scarman berät in der Farbwahl und in den Kombinationen mit anderen Pflanzen.
|
| Üppiges Geschenk Man braucht dazu viele getrocknete
Rosenknospen oder halb geöffnete Knospen, einen üppigen Bilderrahmen aus Gold, etwas
Jute oder Steckschwamm, Kleber, Klarlack zum Sprühen, evtl. Dekor wie vergoldete
Muscheln, Golddraht oder grosse Wachsperlen.
Der Rahmen wird mit Jute
bespannt oder die Rückseite nach vorne mit dünnen Steckschwammplatten beklebt. Dort, wo
sonst ein Glas wäre, steckt man dicht die Rosen, deren Stiele auf ca. 2 cm gekürzt
wurden. Evtl. gibt man etwas Dekor mittels Gold- oder Blumendraht dazu. Man kann die
Blumen mit etwas Goldpuder überstäuben. Zum Schluss wird alles mit Klarlack
übersprüht. Ideal auch für Rosen, deren Farben beim Trocknen hässlich bräunen - man
besprüht sie einfach vollkommen mit Goldfarbe.
|
Monika Buschey: Die Rosen deines
Mundes. Berühmte Liebespaare und wie sie sich kennenlernten. Die Liste der berühmten Liebespaare ist
ebenso imposant wie manchmal überraschend, denn wer weiss heute schon noch, wer damals
mit wem... Ein kurzweiliger Leseband von Martin Luther und Katharina von Bora über
Christiane Vulpius und Goethe bis zu Oscar Wilde und Alfred Douglas. Was uns literarische
Voyeure besonders befriedigt: Die Autorin verrät nicht nur, wie die Liebenden zusammen
kamen, sondern auch, was aus ihrer Beziehung geworden ist!
|
Rosen im Winter Ein extrem kalter Winter kann in
ungeschützten Lagen auch frostharten Rosen schaden. Man bedeckt im Winter die Pflanzen
deshalb mit einer Schicht Tannenreisig ab Dezember und deckt nach den schlimmsten Frösten
wieder auf. Stammrosen und Kletterrosen müssen luftdurchlässig eingepackt werden, am
besten eignet sich Stroh, das aufgebunden wird. Topfrosen sollte man einigermassen
frostfrei stellen und zumindest den Topf gut einpacken. Stroh ist auch hier die beste
Wahl.
Am besten fährt man jedoch
mit Kunststoffkübeln. Sind sie groß genug, darf die Rose auch einmal frieren. Die Kübel
selbst halten im Gegensatz zu Terracotta auch tiefste Temperaturen aus!
|
Rosen von A-Z CD-ROM von Sybex
Rosen
CD-ROM von Ulmer
Rosenenzyklopädien
auf CD-ROM sind schnell ausverkauft, werden aber immer mal wieder neu aufgelegt und lassen
die Blüten auf dem Bildschirm leuchten!
|
Romantisches Dekor Schnell gemacht ist dieses Tischdekor,
das auch zu Gartenfesten wirkt: Lassen Sie ein paar besonders schöne Rosenblüten mit
farblich dazu passenden Schwimmkerzen in einer Schale mit Wasser schwimmen. Im
Zweifelsfall passen weisse Kerzen immer. Besonders hübsch: Die Rosen in verschiedenen
Stadien des Aufblühens verwenden. Man kann sie auch mit Goldpuder bestreuen und mit
goldenen Kerzen kombinieren.
|
So oft du lachst, sollen Rosen
erblühen
Ein Buch so
richtig für depressive Tage und schlechtes Wetter! Neun der schönsten Rosenmärchen sind
mit wunderschönen romantischen Rosenfotos illustriert. Eine psychologische Kurzdeutung
gibt's obendrein. Ideal als Geschenk!
|
| La vie en rose Unsterblich gemacht hat diesen
Ausdruck Edith Piaf mit ihrem unvergesslichen gleichnamigen Chanson. Louis Armstrong nahm
die englische Version am 26. Juni 1950 mit dem Sy Oliver's Orchestra auf und Audrey
Hepburn sang ihn als modernes Aschenputtel in dem Film "Sabrina".
|
Gordon Cheers (Hrsg.):
Rosen-Enzyklopädie. Die wichtigsten Wildrosen und über 4000 Gartenrosen. Was kann man zu diesem schweren, immer
wieder vergriffenen und neu aufgelegten Fotoband anderes sagen, als dass er ein absolutes
"Must" in der Bibliothek von Rosenfreunden ist? Die Fotos zu jeder Rose sind zum
Schwelgen und ermöglichen auch Laien eine Bestimmung der Sorten. Die alphabetischen
Beschreibungen sind genau, prägnant, nennen Züchter und Züchtungsjahr, Namen,
botanische Bezeichnung und erzählen alles Wissenswerte über die Sorte. Besonders an dem
Buch ist, dass man darin historische wie moderne Rosen aus allen wichtigen Ländern der
Welt findet. Ich selbst habe bisher keine bessere Rosen-Enzyklopädie gefunden!
|
Cocktail La vie en rose bei Bedarf 1 Zuckerwürfel
ein Spritzer echtes
Rosenwasser (rosa damascena)
rosé Champagner
garniert mit Erdbeeren oder
Rosenblütenblättern
In der billigeren Variante
ersetzt man mit Rosenlikör und Sekt, wer es leichter mag, nimmt Rosensirup.
|
| Anne Marie Fröhlich (Hrsg.):
Rosen. Texte aus der Weltliteratur Wenn man diesen dicken Band in Händen
hält, möchte man meinen, Rosen seien eine spezielle Schriftstellerkrankheit. Selten
wurden über eine Blume über so viele Jahrhunderte so viele Kilometer geschrieben. Das
Schöne an dieser literarischen Sammlung ist, dass sie nicht nur Rosenliebhaber
befriedigt, sondern anhand eines einzigen Symbols Zeit- und Kulturgeschichte schreibt. Ein
Buch für lange Kaminabende oder das kurze Stöbern zwischendurch.
|
Rosen konservieren Am schönsten ist es natürlich, wenn
man Rosen auch im Winter anschauen kann. Rosen lassen sich - mit Ausnahme der
flachblütigen und weissen, sehr gut trocknen. Weisse Rosen werden unansehnlich braun.
Knospen trocknen hübscher als völlig aufgeblühte Blumen. Man entfernt möglichst viele
Blätter und hängt sie in kleinen Bündelchen kopfunter an luftigem und schattigen,
möglichst warmen Ort auf. Geschützt werden sie bis zur Verwendung in Papiertüten. Sie
passen besonders schön zu getrocknetem Schleierkraut, Rittersporn und Lavendel. Vor
Mottenbefall sollte man Trockenblumen schützen. In Bastelläden gibt es Siliconsalze, die
den Vorteil haben, dass die Blüte ihre Farbe behält und wie frisch aussieht. Sie wird
aber ungleich brüchiger. Neuerdings kann man auch frische Rosen in einem Gel aus Paraffin
versenken oder sie wie früher in Kunstharz giessen. Wenn man Blumen ein paar Tage in
reines Glyzerin stellt, bis sie trocken sind, behalten sie ihre Farbe.
|
Rosen. Die 360 schönsten Sorten. Leicht
verständliche Erläuterungen schärfen den Blick für die einzigartigen Merkmale jeder
Sorte. Der unterhaltsame Einstieg in die Geschichte und Praxis der Rosenklassifizierung
wird ergänzt durch Übersichtsdarstellungen zur Geschichte der Rosenzucht und zur
Bedeutung der Rosensymbolik im Wandel der Zeit. Praktische Hinweise zu Pflege, Schnitt und
Arrangement sowie ein Glossar der wichtigsten Fachbegriffe runden das Buch ab und helfen
jedem Gartenliebhaber, sich sein eigenes Rosenparadies zu schaffen. Wie jedes Dorling
Kindersley Buch reich ausgestattet mit Fotos!
|
| Läusekrieg vor 150 Jahren Um 1850 rückte man den rosenliebenden
grünen Blattläusen bereits mit Chemie zu Leibe. Krinolinartige Zelte wurden über die
Rosenpflanzen gestülpt und dann zündete der Züchter feuchten Tabak. 5 - 10 min. waren
die Blattläuse den giftigen Dämpfen des Tabaks ausgesetzt. Sollte dennoch eine von ihnen
überlebt haben, fiel sie beim Schütteln der Pflanzen auf den Boden und verhungerte vor
Schwäche. Geduldig arbeiteten Frauen bei kleineren Mengen von Läusen. Eine Zinkscheibe,
die einem grossen Handspiegel ähnelte und bis zur Mitte einen breitem Ritz hatte, wurde
mit Leim bestrichen. Man führte mit links den Rosenzweig in den Ritz bis zur Mitte, gab
mit der rechten Hand ein paar Klappse gegen die Pflanze... und schon klebten die Läuse
auf der Scheibe. Den Kleber mischte man aus 250 g weissem Bourgogne-Pech und 200 g
Brennöl.
|
Anny Jacob: Rosen-Portraits. Die
schönsten Farbtafeln aus der Rosenzeitung 1886-1921 Ende des 19. Jhdt. lag der Boom der
Rosenzüchtung und Rosen gehörten in jeden Garten. Freunde historischer Rosen kommen hier
voll auf ihre Kosten, aber auch für Liebhaber der beschriebenen Zeit ist das Buch
aufschlussreich.
|
Rosenbonsais Miniaturhochstammrosen sind ein
aussergewöhnliches Geschenk. Man braucht dazu ziemlich viele, sehr kleine getrocknete
Rosenknospen, ein Stück Ast (schön sehen Weinrebe oder Korkenzieherweide aus), ein
kleines Terracotta-Töpfchen und etwas Irisch Moos oder Flechten sowie Steckmoos.
Man schneidet das Steckmoos
kugelig und steckt es auf das Holz, das man zuvor im Topf sicher verankert hat (z.B. mit
Steckmoos). Die "Erd"oberfläche des Topfes wird mit Irisch Moos oder Flechten
verkleidet. Dann steckt man sehr eng rundum die Rosenknospen. Zur besseren Haltbarkeit
kann man die Rosen mit Klarlack besprühen. Für Weihnachtsdekorationen stäubt man etwas
Goldpuder auf die Rosenknospen und bemalt das Töpfchen entweder ganz golden oder weiss
mit gold.
|
| Uwe Geißler: Porzellanmalerei,
Rosen. Wie kaum
ein anderes Motiv sind Rosen in der Porzellanmalerei beliebt. Hier liegt ein Bildband vor,
der für Laien wie Fortgeschrittene verständlich an die Grundzüge der Porzellanmalerei
führt und alles von Handhabung bis Material erklärt. Natürlich immer mit der Vorlage
"Rose"!
|
Pfropfen Im 19. Jahrhundert mischte man seinen
Propfwachs noch selbst - die Rezeptur tötete Bakterien und Pilze und ließ Krankheiten
nicht aufkommen. Das Originalrezept von Lachaume: 250 g gelber Bienenwachs, 500 g
schwarzes Pech, 500 g weisses Pech und 50 g Schafsfett. Den Wachs zum Verschliessen von
Schnittflächen und Wunden stellte er her aus 125 g gelbem Bienenwachs, 185 g schwarzem
Pech und 5 g Leinöl. Man bewahrte Würste von 100-200 g in gefettetem Papier auf und
knetete die benötigten Portionen in der Hand weich. Im Gegensatz zu heutigen Produkten
hielt dieser Wachs auch Jahre auf Bäumen!
|
Stefanie Körner und John Scarman:
Rosen für die Sinne. Gartentips, Dekoideen und Schönheitsrezepte. Klein, aber sehr fein, vor allem von der
Ausstattung und den Fotos her, ist dieser Band, der uns das Wichtigste über die
Geschichte der Rosen und ihre Pflege erzählt. Und dann folgen Ideen und Rezepte satt,
Rosenbowle, Rosensorbet, Marmeladen, selbstgemachte Kosmetik und Verwöhnbäder, aber auch
jede Menge Deko-Ideen und Geschenke. Ich wundere mich jedes Mal, wieviel in dem dünnen
Buch steckt!
|
| Rosenbowle Der Dauerbrenner zu Sommerfesten. Man
sollte darauf achten, die Blüten von duftenden Rosen zu schneiden, die garantiert nicht
chemisch behandelt oder gespritzt wurden. Rosen aus dem Blumenladen eignen sich dafür
nicht!
10 bis 15 Blüten lässt man
etwas in 4 cl Cognac ziehen, dann giesst man mit gut gekühltem leichten und trockenen
Wein und Sekt auf: 1 Flasche Weisswein (ideal: Soave, Sylvaner, Riesling), eine halbe
Flasche Rosé (ideal: Cote de Provence, Gris du Maroc) und eine Flasche Sekt, für die
leichtere Variante Mineralwasser.
|
ICONS: Redoutes Rosen Das Original erschien in drei Bänden von
1817-1824. Von Redoutes berühmt gewordenen Rosenbildern gewannen Botaniker und Züchter
wertvolle Hinweise auf alte Sorten. Zeitlos schön, so dass sie wieder aufgelegt wurden!
Aktuell beim Taschen Verlag
wieder aufgelegt!
|
Aromatherapie Laut Aromatherapie wirkt der Duft
einer Rose entspannend, beruhigend, antidepressiv, kreativitätsfördernd,
stimmungsaufhellend, angstlösend, erotisierend. Die Rose wirkt herzregulierend, wurde in
arabischen Ländern zur Desinfektion und für die Verdauung verwendet und ist
hautpflegend.
Echtes Rosenwasser oder Öl
muss aus der Damaszener Rose stammen und ist extrem teuer. Das wertvollste stammt auch
heute noch aus dem Iran. Die wertvollen Rosenöle gelangen kaum aus dem Orient auf
westliche Märkte, billigeres Öl oder Rosenwasser aus Marokko riecht anders, denn es
kommt von Zentifolien. Vorsicht: Bei keinem Öl der Welt wird so viel gepanscht und
betrogen!
|
| Maria Eigl: Rosen aus Bändern Zum kommenden Winter boomt im Modeland
Frankreich das Motiv Rose. Wer diesen Flair mitnehmen will, kann aus farbigen
Geschenkbändern im Handumdrehen preiswerte und haltbare Rosen basteln, die sich als
Blumenstrauss oder Haarschmuck, als Tischdekoration oder Wandschmuck verwenden lassen.
Genaue Anleitungen gibt's hier!
|
Dreidimensionales Erlebnis Mit Rosen lässt sich ähnlich wie mit
Sträuchern und Bäumen eine dritte Dimension in den Garten bringen - farblich jedoch
intensiver gestaltbar. Rosen klettern an Rosenbögen, bedachen kleine Pavillons,
verwandeln Mauern in ein Blütenmeer oder umranken Obelisken und Pergolen. Es gibt Rosen
als Hochstämmchen mit kugelig geschnittener Krone oder als Trauerbaum mit hängenden
Zweigen. Rosen ranken aber auch auf natürliche Weise in langweiliges Buschwerk oder
lassen einen abgestorbenen Baum neu ergrünen und erblühen, ohne dass man ihn fällen
muss!
|
Brigitte Kirschning: Zauberhafte
Häkelblumen Es
gab sie bereits im alten Irland - irische Häkelrosen in Spitze wurden berühmt und
feierten ein Comeback in groberer Form in den Sechzigern und Siebzigern. Wer sie passend
zur neuen Mode nachhäkeln mag, findet hier den Häkelblumenband, der sich der Rose
widmet.
|
|