THE CONVENT - DAS KLOSTER
founded
680 AC by St. Odilia, abbess of Hohenburc
gegründet
680 n.u.Z. von der heiligen Odilia, Äbtissin von Hohenburc
In front
of the altar of the "Tränenkapelle" / "Chapelle des Larmes" /
"Chapel of Tears" you find the famous "stone of
tears" under a golden grille. The legend says, as Odilia wept for her brutal
father's sake, her tears or knees had eroded a hole into the rock. But archeologues found
out, that this chapel didn't exist in Odilia's times, it was later built onto a
Merovingian cementary. Some of the graves are still visible deeply carved into the rock.
In reality
the "stone of the tears" is a neolithic cup-rock once upon a time used to
collect the tears or the milk of a goddess of stars and water. It was water neolithic
people collected there especially from rain and it was water, which plays a significant
role in an old ritual. Still in the last century the nuns of the convent took water from
Odilias sacred source 20 minutes way down from the convent. The source was a sacred one of
the eye-goddess, a tradition, which still lived in Odilia's lifetime, because she used
this water for healing eye-diseases. Today pilgrims look for healing and enlightenment
there. The nuns filled in the sacred water to the cup-rock and pilgrims took some to their
eyes.
Later
church administration tried to forbid the "pagan ritual". But pilgrims still
came and carved out some sand from the sandstone instead of the old water-ritual. The cup
in the rock got larger and this was the time to install the grille. It should not be
decoration, it was only installed to stop any ritual at the old cup-rock. The locals say,
there's another cup-rock under the altar. If you look close under the grille, you can
detect, that the floor of today's chapel is built over the cup in such a way, that it
became nearly hidden. But old rituals don't die fast. Still the cup-rock is one of the
most visited places in the convent, but people often don't know any more, why they come!

Vor dem
Altar der "Tränenkapelle" / "Chapelle des Larmes" /
"Chapel of Tears" findet sich der berühmte TRÄNENSTEIN unter einem
goldenen Gitter. Der Legende nach soll Odilia hier so sehr für die Erlösung ihres
brutalen Vaters gebetet und geweint haben, dass entweder ihre Knie oder ihre Tränen das
Loch in den Felsen rieben. Von Archäologen wissen wir jedoch, dass die Kapelle zu Odilias
Zeiten nicht existierte und später über einen Merowingerfriedhof gebaut wurde. Einige
dieser in den Felsen geschlagenen Gräber erkennt man noch heute am Abhang.
In
Wirklichkeit scheint der Tränenstein verblüffend den Schalensteinen auf dem Odilienberg
zu ähneln. Im Neolithicum verehrten Menschen das Regenwasser als Tränen oder Milch einer
Wasser-Sternen-Göttin. Die alten Rituale sind unbekannt, aber eines aus dem letzten
Jahrhundert ist überliefert. Die Nonnen holten Wasser aus der etwa 20 min. entfernten
Odilienquelle, wo heute die Menschen um Erleuchtung und klare Sicht im übertragenen und
körperlichen Sinne beten. Das Wasser wurde in den Tränenstein gefüllt und die Pilger
benetzten damit ihre Augen.
Später
versuchte die Kirche, dieses "heidnische" Ritual zu verbieten. Aber die Pilger
kamen weiter und kratzten stattdessen etwas Sand aus dem Felsen, um das wasserritual zu
ersetzen. Das Loch wurde größer und es wurde Zeit, das Gitter zu installieren. Es diente
nicht etwa zur Zierde, sondern als Schutz. Einheimische sagen, einen Schalenstein wie
diesen habe es unter dem Altar auch gegeben. Man erkennt beim Blick ins Gitter, dass der
Boden der Kapelle den alten Schalenstein teilweise überdeckt. Alte Rituale sterben
allerdings langsam. Noch heute kommen die meisten Pilger des Klosters an diesen Platz,
manche berühren den Stein als Ersatz und viele wissen auch nicht mehr, warum sie hierher
kommen.
©
by Petra van Cronenburg
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